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Die verschiedenen Modetrends der Krawatte
Trend Krawatte
Seit es sie gibt, ist sie im Trend: die Krawatte. Mal schmal, mal breit, mal edel in Seide, rustikal in Tweed oder modisch in Leder, farbig oder uni, gestreift oder gepunktet – die Krawatte ist in. Nicht jeder muss sie tragen, nicht immer ist sie erwünscht, manchmal belächelt, häufig geachtet, ist sie aber doch unbestritten Ausdruck von einem gepflegten Äußeren mit Stil.
Die Krawatte als modisches Accessoire
Lange war die Krawatte Oberen, Würdenträgern und Staatsmännern vorbehalten. Dann, im 18. Jahrhundert erreichte sie das Bürgertum. Heute kann sie jeder tragen. Die Krawatte ist modisches Accessoire, Ausdruck von persönlichem Stil und zudem wichtiges Statussymbol im Business. In der Freizeit ist sie bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Taufen, festlichen Essenseinladungen und Familienfeiern gerne gesehen.
Die Krawatte: Ausdruck von Seriosität und Autorität
Im Business ist sie manchmal sogar Pflicht. Die Seriosität von Bankgeschäften, Kreditinstituten, Rechtsanwälten und Richtern gebietet als Ausdruck von Autorität und Respekt das Tragen einer Krawatte. Darüber hinaus ist es zumindest ab der mittleren Managementebene Usus, dass Führungskräfte im Büro eine Krawatte umbinden. Es muss nicht jeden Tag ein kompletter Anzug sein, eine Stoffhose und Businesshemd mit Blazer tun es häufig auch. Eine Krawatte sollte man aber immer tragen oder zumindest für wichtige Geschäftstermine in der Schublade aufbewahren.
Die Krawatte – oft totgesagt, aber immer noch da
Je nach Mode und Zeit, je nach Konjunktur und Stimmung ändern sich Krawattenform und Krawattenfarbe, manchmal auch das Material, aus dem sie hergestellt wird. Nie aber ändert sich eines: die Bedeutung und Macht, die eine Krawatte ihrem Träger verleiht. Aus diesem Grund ist die Anzahl derjenigen, die regelmäßig Krawatte tragen, unabhängig von den Moden oder Dress Codes relativ konstant.
Selbst um die Jahrtausendwende, in den Jahren 2000 und 2001, blieben die Verkaufszahlen von Krawatten gleich. Und das, obwohl Financial Times und Handelsblatt, wichtige Organe der Wirtschaft, zu der Zeit die Lockerung des Dress Codes im Büro ausriefen. Der überraschende Effekt: Die Anzahl der verkauften Krawatten stieg daraufhin sogar. Da sage einer, die Krawatte sei nicht im Trend. Zum Beweis listen wir im Folgenden auf, welche unterschiedlichen Arten von Krawatten es gibt. Da kann niemand sagen, die richtige Krawatte sei für ihn nicht dabei.
Die klassische Krawatte
Da die Krawatte ursprünglich von der militärischen Bekleidung der Soldaten abstammt, nimmt es nicht Wunder, dass sie klassisch gestreift, als Regimentskrawatte oder gedeckt als Clubkrawatte am häufigsten zu finden ist.
Die Streifenkrawatte
Streifenkrawatten unterteilt man in vier Kategorien: in die Krawatten mit feinen Streifen, diejenigen mit breiten Streifen, solche mit klassischen und gemusterten Streifen.
Die Streifenkrawatte mit feinen Streifen ist meist zweifarbig. Auf einer Grundfarbe sind regelmäßig andersfarbige, feine Streifen diagonal angeordnet.
Die Streifenkrawatte mit breiten Streifen ist in der Regel als klassische Variante ebenfalls in zwei Farben gestreift. Im Unterschied zur ersten Variante herrscht die Grundfarbe hier nicht so deutlich vor. Die Krawatte mit breiten Streifen gibt beiden Streifen den gleichen Raum. Die Farbverteilung ist daher nahezu ausgewogen. Varianten dieser klassischen Breitstreifenvariante gibt es auch in mehreren Farben. Dann muss man aber darauf achten, dass Hemd und Anzug zur Krawatte besonders zurückhaltend in der Farbe kombiniert werden.
Die klassische Streifenkrawatte ist eine Krawatte mit wiederum einer vorherrschenden Grundfarbe. Auf dieser sind diagonal unterschiedlich breite Streifen angeordnet. Das gleiche Muster kann mit unterschiedlichen Farbkombinationen völlig anders wirken, je nachdem, welche Farbe vorherrscht. Ist die Grundfarbe dunkel, die Streifen hell, ergibt sich ein völlig anderer Kontrast als bei einer umgekehrten Farbgebung.
Eine Variante der Streifenkrawatte mit klassischen Streifen ist die Krawatte mit gemustertem Streifen. Bei dieser Art von Streifenkrawatte sind auf einem der Streifen zusätzliche Muster aufgebracht. Zumeist wird für die Dessins der breiteste der Streifen ausgewählt, damit die Muster auch entsprechend wirken. Auch diese Variante zählt zu den klassischen Krawattenmodellen.
Alle vier Typen der klassischen Krawatte sind zumeist aus edlen Materialien gefertigt. Seide ist das vorherrschende Material. Auch die Farben entstammen eher dem traditionellen Farbkasten. Man findet wenige Pastelltöne, viele gedeckte Farben sowie die Grundfarben Blau und Rot, aber auch Braun, Grau, Schwarz und Grün.
Wie man eine klassische Krawatte mit Streifen richtig trägt
Der Trend geht zurück zu Klassik, Gediegenheit, Eleganz und Stil. Streifenkrawatten, die immer schon einen Großteil der Krawatten ausmachten, erleben einen neuen Boom. Im Sommer überwiegen helle und leuchtende Farben, im Herbst und Winter werden bei Krawatten eher gedeckte Töne nachgefragt. Kombiniert zu sportlichem Sakko, zu Cordhosen und Clubjackett, aber auch zum dunklen Businessanzug, macht man mit einer Krawatte mit Streifen alles richtig.
Ursprünglich stammt die Krawatte mit Streifen von der Clubkrawatte der englischen Sportvereine ab. Die Clubmitglieder trugen als Zeichen ihrer Zugehörigkeit eine Krawatte in den Vereinsfarben. Heute haben sich zur Vereinskrawatte auch Shirt und Cap sowie Blazer mit Clubemblem gesellt.
Den ersten Boom erlebten Streifenkrawatten nach dem Ersten Weltkrieg. Die Kriegsveteranen trugen die gestreiften Krawatten mit großem Stolz, verwiesen sie doch auf ihren Kampfgeist und Mut im Krieg.
Für die Engländer ein völliges Tabu, für Deutsche und Amerikaner aber durchaus üblich: die Krawattenfarbe und das Krawattenmuster schlicht und einfach nur nach dem Geschmack auszuwählen. In Großbritannien gilt es als Fauxpas, sich mit Farben anderer Clubs und Vereine zu schmücken. In Amerika und auf dem europäischen Kontinent sehen die Krawattenträger dies weniger eng. Hier darf man tragen, was gefällt.
Die Krawatte mit Streifen ist in Deutschland übrigens die meistverkaufte Krawatte. Jede zweite Krawatte, die über den Ladentisch geht, ist eine Streifenkrawatte.
Die Krawatte mit Muster
Motivkrawatten, All-Over-Krawatten und Paisleykrawatten werden zu den Krawatten mit Muster gezählt.
Die Krawatte mit Paisleymuster
Die Krawatte mit Paisleymuster ist weniger streng als die klassische Krawatte mit Streifen. Sie ist etwas verspielter, eignet sich daher aber nicht perfekt zum Tragen im Büro. Lediglich die Krawatte mit ganz dezentem Paisleymuster Ton in Ton darf bei weniger wichtigen Geschäftsterminen zum Businessanzug kombiniert werden.
Die Krawatte mit geometrischem Muster
Ähnliches gilt für die Krawatte mit geometrischem Muster. Auch wenn größere und auffällige Muster bei Krawatten immer mal wieder in Mode kommen, sollten diese Krawatten doch der Freizeit vorbehalten bleiben. Allenfalls hemdsärmelige Geschäftstermine von Außendienstmitarbeitern erlauben das Tragen einer modischen Krawatte mit weniger dezentem Muster. Hierzu werden dann aber auch eine legere Hose und ein legereres Hemd getragen.
Doch es gibt Ausnahmen. Klassische geometrische Muster wie Tartankaros in klassischen Farben, ganz zurückhaltende, kleine Tupfen, Kreise oder Rauten eignen sich auch als Krawatte fürs Büro. Es sind verschiedene Details, die eine Krawatte zu einer klassischen Businesskrawatte machen. Dazu gehören gedeckte Farbtöne, edle Materialien und nur sehr zurückhaltende Dessins. Weicht man beim Kauf einer Krawatte in nur einem dieser Punkte ab, kann man die Krawatte sehr wohl auch bei Geschäftsterminen tragen. Wählt man aber anstelle der dunklen Seidenkrawatte mit kleinen, weißen Tupfen eine hellblaue Krawatte aus Polyester mit knallorangen, großen Karos, liegt der Fall schon anders.
Die Krawatte mit Motiv
Generell gilt bei allen Krawatten mit Mustern: Bei diesen Krawatten ist äußerste Zurückhaltung angesagt, will man sie zum klassischen Businessanzug kombinieren. Selbstverständlich darf man saisonbedingt und je nach Stimmung helle und freundliche Krawatten mit Muster im Wechsel mit klassischen Krawatten mit Streifen tragen. Auch dezente Strukturkrawatten kommen in die nähere Auswahl.
Man muss nicht zur Streifenkrawatte greifen, um stilgerecht gekleidet zu sein. Moderne Varianten der Krawatte sind durchaus erlaubt. Da die Individualität der Menschen in den letzten Jahren immer offener zur Schau gestellt wird, hat diese Entwicklung auch nicht vor der Krawattenmode Halt gemacht. Wer durchaus meint, eine gebatikte Krawatte seiner Tochter oder eine witzige Krawatte mit Tiermotiven tragen zu müssen, darf das. Stil und Eleganz bringt er damit aber nicht zum Ausdruck. Heute ist zwar (fast) alles erlaubt. Im Geschäftsleben jedoch empfiehlt sich eine gewisse Zurückhaltung. Wer sich unsicher ist, ist daher am besten beraten, zur klassischen Krawatte zu greifen. Damit macht man bestimmt nichts falsch.
Trend Krawattenfarbe
Je nach Mode und Saison bieten die Herrenausstatter Krawatten in unterschiedlichsten Farben an. Bevor man eine bestimmte Farbe auswählt, sollte man überlegen, ob die Krawatte auch wirklich zum Anzug passt. Am besten, werden Krawatten in verschiedenen Farben auf den Anzug gelegt, so dass sofort entschieden werden kann, ob die Farben miteinander harmonieren. Selbstverständlich sollte auch eine Beratung durch das Fachpersonal erfolgen, da die Mitarbeiter in punkto Krawatte in der Farbauswahl geschult wurden und ein gutes Gespür dafür haben, welche Krawatte zu welchem Anzug und zu welchem Typ passt.
Im Grunde genommen ist es bei Krawatten nicht anders als bei Möbeln oder Stoffen. Bestimmte Farben haben eine bestimmte Wirkung. Das sollte man wissen.
Besonders seriös wirken Farben wie Dunkelblau, Dunkelbraun, Anthrazit, Schwarz und Weinrot sowie Dunkelgrün. Da eine Krawatte passend zum Hemd und Anzug auswählt werden sollte, ist die Farbe das erste Auswahlkriterium.
Trend: Rottöne bei Krawatten
Neben dem klassischen Bordeauxrot sind es auch dunkelrosa und dunkellila Krawatten, die im Trend sind. Dunkellila wird im Herbst und Winter gerade auch zu dunklen Hemden kombiniert. Wer eine korrekte Krawatte für alle Gelegenheiten sucht, liegt mit einer bordeauxfarbenen Krawatte auf jeden Fall richtig. Die hellen Rosétöne des Sommers werden dunkler und etwas gedeckter. Zum grauen Hemd und Anzug jedoch dürfen sie weiterhin getragen werden.
Trend: Hellblaue Krawatten
Über den Sommer hinaus setzt sich der Trend zu hellblauen Krawatten fort. Zusammen mit einem hellblauen oder weißen Hemd zum klassischen, dunkelblauen Anzug getragen, wirken sie saisonunabhängig elegant und frisch.
Trend: Festliche Krawatten
Schwarze, weiße und silberne Krawatten liegen wieder im Trend. Zu festlichen Anlässen werden sie zum weißen Hemd kombiniert. Diese Farben wirken besonders edel und elegant.

















