Seidenkrawatten Information

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Interessante Informationen zur Seidenkrawatte

Seidenkrawatten

Krawatten stehen für Lebensstil und wenn sie knirschen, sind sie wirklich edel. Denn wenn eine Krawatte knirscht, wenn man sie reibt, dann zeigt dieses zarte Geräusch, dass sie aus echter Seide ist. Edle Krawatten haben eine lange Tradition und die Krawattenhersteller ebenso. Heute stammt die Seide vorzugsweise aus Japan und aus China als Hauptlieferanten. Dabei handelt es sich als besonders für Krawatten geeignete Seide um die Maulbeerseide , dem Rohmaterial für das edle Accessoire. Als Ersatz dieses wertvollen Materials ist heute auch Polyester, Acetat und sehr hochwertige Schurwolle im Einsatz. Seide stammt von den Kokons, in den sich die Seidenraupen einspinnen. Wird ein Kokon mit Heißluft oder Wasserdampf behandelt, sterben die Raupen ab, der Leim, der die Seidenfäden zusammenhält, wird aus den Fäden gelöst und ein ca. 900 Meter langer Seidenfaden erscheint. Wenn man bedenkt, dass für 250 Gramm fertige Seide ungefähr 3000 Kokons benötigt werden, bekommt man einen ungefähren Überblick, wie viele Kokons für eine Krawatte benötigt werden.

 

 

Edelste Materialien

Krawatten galten bereits im 19.Jhdt. als edel und wurden damals aus Seide, Spitze und Musselin angefertigt. Mit dem Fortschritt der Webindustrie konnten später bereits Jacquardstoffe produziert werden. Das jacquardverfahren erzeugt einen changierenden Stoff durch das Anheben der Kettfäden im Verlauf des Musters. Crepe de Chine wird für elegante Krawatten gerne verwendet. Seide und Glanzoptik und bestimmte Druckverfahren erzeugen den edlen Touch. Der überwiegende Anteil an Seidenkrawatten wird aus edler Maulbeerseide hergestellt. Bedruckte Krawatten mit feinem Griff werden mit Gum Twill aus reiner Seide hergestellt. Besonders aufwändig wird Irish-Popeline hergestellt, durch das Krawatten knitterfrei werden. Besonders dekorative Krawatten nutzen Kaschmir und Seide in Kombination.

 

Krawattenherstellung

Die edelsten und hochwertigsten Krawatten werden in traditioneller Weise handgefertigt und zeichnen sich zudem durch kostbarste Materialbeschaffenheit aus. 40 Arbeitsschritte sind für die Herstellung einer Krawatte erforderlich. Beim Zuschnitt in mehreren Lagen wird sorgfältig auf das Muster und den Streifenverlauf geachtet. Die Elastizität erhält die Krawatte durch einen 45 Grad Zuschnitt zur Längslinie. 1920 entwickelte Jesse Langsdorf dieses Schnittverfahren in New York. Oberstoff und Formeinlage, eine Heftung an der Rückseite, Umdrehen und Zusammennähen sowie Bügeln sind die ersten Schritte zur fertigen Krawatte. Etikett und Futter aus hochwertigem Acetat oder in besonders edeler Ausführung aus Seide ergänzen den Weg zur Fertigstellung. Der perfekte Krawattensitz hängt besonders von der Einlage und vom zurückspringenden Futter ab und spricht von der Hochwertigkeit einer Krawatte. Als besonders aufwändig gelten die aus einem einzigen Tuch gefalteten und genähten Krawatten, die als siebenfach gefaltete Krawattenbekannt sind. Dabei wird lediglich ein einzelnes quadratisches Tuch aus Seide verwendet. Die Länge der Krawatte bestimmt sich durch die Tuchdiagonale. Das Seidentuch wird insgesamt siebenfach gefaltet und auf der Rückseite wird die Faltung angeheftet.

 

Hochwertigkeitsmerkmale

Heute stammen die Seidenkrawatten meistens aus italienischen Krawattenproduktionen. In Deutschland werden am Niederrhein ebenfalls noch Krawatten hergestellt. Reine Seidenkrawatten sind vor allem in der Businesswelt gefragte Krawatten. Die Hochwertigkeit einer Krawatte bestimmt sich dadurch, dass sie in drei Teilen gefertigt wurde. Wenn Material und Einlage aus hochwertigen Materialien hergestellt wurden, lässt sich eine Krawatte sehr einfach binden. Auch eine Garnschlinge, die so genannte Fadenreserve, an der schmalen Seite einer Krawatte steht für Sorgfalt und Hochwertigkeit.

 

Krawatten - Farben und Muster

Farben und Muster bestimmen sich durch aktuelle Modetrends, wobei sich die Muster dennoch in grobe Kategorien einteilen lassen. So zählen Pepitamuster und Paisleymuster zu den Allover Dessins und zeichnen sich durch Streifen und Muster aus, die figürlich angelegt sind. Fruchtbarkeit drücken beispielsweise die Föhrenzapfenmuster des Paisley aus. Demgegenüber stehen Krawattenmuster mit geometrischer Ausrichtung, die seit Beginn der Krawatte bekannt sind. Sie werden zum Teil durch Schuss- und Kettfädenanordnungen in Gruppen oder Würfeln bestimmt. Klassisch und besonders beliebt in England sind Clubstreifen, die Bordeaux, Gold oder Marine als Farben bevorzugen. Mogadostreifen enhalten ihre Schattenwirkung durch reine Seidenfäden und zeigen die Farbenfreudigkeit von Marokko. Schottisch brillieren die Tartanmuster und Punktmuster und zeigen feine Tupfen auf edelsten Seiden- und Kaschmirmaterialien. Orientalisch geprägt sind Foulardmuster und bringen Inspirationen aus Asien, Indien, Persien, Arabien und aus Afrika. Samt, Seide und viele weitere Materialien unterstützen die Wirkung von unifarbenen Krawatten. Weitere Kreationen in Farben und Muster bringen Motiv-, Pflanzenmotiv- und Spaßmotivkrawatten. Großflächig zeigt sich der Boldlook aus den 40er Jahren.

 

Vielseitigkeit und grenzenlose Dessinmöglichkeiten

Mit den verschiedenen Mustern und Farben und Materialien ist die Krawattenkreation extrem vielseitig und die Kreationen schier unendlich. Auch die unterschiedlichen Herstellungsverfahren durch Druck und Weben ergänzen die Vielfalt der Palettenbreite bei den Krawatten.